Zalando Erfurt schließt: Was die Logistik-Branche daraus lernen muss
2.700 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Ein 130.000-Quadratmeter-Lager wird Geschichte. Und kaum jemand spricht über die eigentliche Ursache.
Der Zalando-Standort in Erfurt zählt mit einer Größe von 130.000 Quadratmetern zu den größten deutschen Logistikstandorten und war ein zentraler Knotenpunkt im Logistiknetzwerk des Konzerns.
Die Nachricht ging durch alle Medien: Zalando macht sein Logistikzentrum in Erfurt dicht. Ende September 2026 ist Schluss. Zalando agiert als deutscher Mode- und Logistikanbieter mit einem weitreichenden Logistiknetzwerk in Europa.
„Deutschlands größter Kleiderschrank” – so wurde der Standort lange genannt.
Jetzt wird er abgewickelt. Von der Schließung sind 2.700 Menschen betroffen. Die Mitarbeitenden verlieren ihre Jobs, was erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigung in der Region hat.
Nach Unternehmensangaben ist die Schließung Teil einer strategischen Neuausrichtung des europäischen Logistiknetzwerks des Konzerns. Die Pläne sehen vor, die betroffenen Mitarbeitenden zu unterstützen, etwa durch Jobangebote an anderen Standorten wie Gießen. Zalando bezeichnete die Entscheidung als „schwierig, aber notwendig“. Zudem wurden Gespräche mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan zur Unterstützung der Mitarbeitenden eingeleitet.
Politiker kritisieren die Schließung des Zalando-Logistikzentrums als schädlich für die Region. Die Enttäuschung bei Mitarbeitenden und lokalen Politikern ist groß.
Ich habe mir die Fakten genau angeschaut. Was ich dabei gefunden habe, betrifft nicht nur Zalando. Es betrifft jeden, der heute noch in klassischen Lagerstrukturen denkt.
Das Paradox: Wachstum braucht weniger Standorte
Zalando plant mittelfristig mit 5 bis 10 Prozent jährlichem Wachstum. Soweit nachvollziehbar.
Aber hier wird es interessant:
✅ Für dieses Wachstum braucht der Konzern weniger Standorte. Nicht mehr.
Das klingt paradox. Ist es aber nicht.
Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Logistiknetzwerks verfolgt der Konzern das Ziel, nach der geplanten Restrukturierung 14 Logistikzentren in sieben Ländern zu betreiben. Nach der About-You-Übernahme betrieben beide Unternehmen zusammen mehr als 17 Lagerstandorte in Europa. Nach der Konsolidierung bleiben 14 Zentren in sieben Ländern übrig.
Die Schließung des Standorts Erfurt ist Teil der Pläne des Konzerns zur Neuausrichtung des europäischen Logistiknetzwerks. Neben Erfurt werden drei weitere kleinere Standorte außerhalb Deutschlands geschlossen. Die wurden von Partnern betrieben.
Die Zahlen hinter der Entscheidung
Erfurt ist kein kleiner Standort. Hier die Eckdaten:
🟢 130.000 Quadratmeter Gesamtfläche 🟢 Grundfläche: ca. 500 × 200 Meter 🟢 5 Hallen (3 Pick-Tower, 2 Kommissionierung) 🟢 3 Ebenen pro Pick-Tower 🟢 2.700 Mitarbeiter 🟢 Lagerdesign: Klassisches Fachbodenregal, überwiegend manuell
Mit seiner Größe und der hohen Mitarbeiterzahl zählt das Zalando-Logistikzentrum in Erfurt zu den wichtigsten und größten Standorten im deutschen Logistiknetzwerk des Unternehmens und ist ein zentraler Knotenpunkt für Ostdeutschland.
Das Logistikzentrum Erfurt wurde 2012 eröffnet.
Die 2.700 Mitarbeiter entsprechen einem erheblichen Anteil der etwa 15.000 Zalando-Beschäftigten insgesamt.
Das zeigt: Zalando scheut auch vor großen Einschnitten nicht zurück.
Das eigentliche Problem: Brownfield gegen Greenfield
Hier wird es spannend für jeden, der Logistik verstehen will.
Erfurt ist kein schlechtes Lager. Der Standort hat einen Denisort-Compact-Sorter der Schweizer Ferag AG. Der verarbeitet bis zu 4.800 Versandstücke pro Stunde. Das Leitsystem OCaPi berechnet für jeden Kommissionierer die kürzeste Route.
Trotzdem reicht das nicht.
Warum?
✅ Diese Innovationen sind punktuelle Automatisierungen in einem Grundsystem, das auf manuelle Arbeit ausgelegt ist. Das Prinzip 'Waren-zur-Person' und der Einsatz moderner Lagersysteme, bei denen die Ware automatisiert zu den Mitarbeitenden transportiert wird, steigern die Effizienz deutlich stärker als punktuelle Automatisierung.
Ein leistungsfähiges Lagerverwaltungssystem spielt dabei eine zentrale Rolle, da es sämtliche Lageraktivitäten steuert, optimiert und eine umfassende Kontrolle ermöglicht. Durch die Integration von IoT und Sensortechnologien werden Prozesse transparenter und flexibler, was insbesondere im Kontext von Industrie 4.0 und der steigenden Nachfrage nach effizienten Lösungen immer wichtiger wird. Vollautomatisierte Läger bestehen meist aus Regalen, Regalbediengeräten oder Shuttles, die Ware vollautomatisch ein- und auslagern, während Teilautomatisierung für viele Unternehmen eine wirtschaftlich sinnvolle Option darstellt.
Behälter und Rollen sind essenzielle Komponenten in automatisierten Systemen: Spezielle Behälter dienen als Transporteinheiten auf Förderstrecken, während Rollen in Förderbändern und Rollenbahnen für einen reibungslosen Materialfluss sorgen.
Das Thema Automatisierungslösungen umfasst verschiedene Systeme und Lösungen, die – von der Software bis zur Fördertechnik – zur Effizienzsteigerung in der Lagerlogistik beitragen. Unternehmen profitieren von einer passgenauen Kombination aus Teil- und Vollautomatisierung, um Abläufe zu rationalisieren, manuelle Arbeit zu reduzieren und die Produktivität nachhaltig zu steigern.
Und genau hier liegt das strukturelle Problem.
Der Vergleich, der alles erklärt
Schau Dir diese Gegenüberstellung an:
Erfurt: 🟢 130.000 m² Fläche 🟢 2.700 Mitarbeiter 🟢 Niedriger Automatisierungsgrad (manuell, punktuelle Automation)
Gießen: 🟢 130.000 m² Fläche 🟢 1.700 Mitarbeiter 🟢 Hoher Automatisierungsgrad (Mezzanine-Architektur)
Lahr: 🟢 4 Hallen, davon 2 reine Prozesshallen 🟢 Taschensorter mit 700.000 Taschen 🟢 Shuttlelager: 22 Shuttles auf 2 Gassen und 11 Ebenen mit 2.100 Stellplätzen 🟢 Mehrere Kilometer Wannenfördertechnik 🟢 Ca. 1.000 Mitarbeiter für manuelles Picking
In vollautomatisierten Lägern spielen moderne Lagersysteme, spezielle Behälter und die Rolle von Rollenbahnen eine zentrale Rolle: Regale und Regalbediengeräte oder Shuttles lagern die Ware vollautomatisch ein und aus, während Behälter als Transporteinheiten auf automatisierten Förderstrecken genutzt werden und Rollen für einen reibungslosen Materialfluss sorgen. Ein integriertes System, das alle Komponenten wie Regale, Fördertechnik und Lagerverwaltungssysteme verbindet, ist entscheidend, um die Effizienz und Flexibilität der Lagerprozesse nachhaltig zu steigern.
Die Differenz ist brutal:
✅ Gießen hat dieselbe Fläche wie Erfurt. Aber 1.000 Menschen weniger.
Das ist der Beweis: Nicht die Quadratmeter entscheiden über die Leistungsfähigkeit eines Lagers. Die Intralogistik-Architektur entscheidet.
Die geografische Dimension
Die Schließung folgt nicht nur einer Automatisierungslogik. Sie folgt auch einer geografischen Strategie.
Zalandos wichtigste Wachstumsmärkte liegen in: 🟢 Frankreich 🟢 Niederlande 🟢 Italien 🟢 Spanien
Die verbleibenden deutschen Standorte sind entsprechend positioniert und spielen eine zentrale Rolle im gesamten Logistiknetzwerk von Zalando, da sie als deutsche Logistikzentren sowohl den deutschen Markt als auch angrenzende europäische Märkte effizient bedienen:
1️⃣ Mönchengladbach: Unmittelbare Nähe zu den Niederlanden und Belgien
2️⃣ Lahr: Bedient den französischen und schweizerischen Markt
3️⃣ Gießen (im Aufbau): Ergänzt das westeuropäische Netzwerk
4️⃣ Altenkunstadt (via About You/Hermes): Automatisierter Standort
Und Erfurt?
Erfurt war primär auf Osteuropa und Deutschland ausgerichtet. Märkte, die entweder durch andere Standorte wie das polnische Stettin abgedeckt werden. Oder weniger stark wachsen als Westeuropa.
Zalando selbst sagt im FAZ-Interview:
„Wir wachsen außerhalb der deutschsprachigen Länder deutlich schneller und haben Standorte in den Niederlanden, Frankreich, Italien und Polen.”
Die Netzwerk-Logik: Weniger ist tatsächlich schneller
Hier kommt die kontraintuitive Erkenntnis.
Historisch verfolgte Zalando den Ansatz: Alle Standorte bedienen alle Länder. In den Anfangstagen belieferte Erfurt ganz Europa. Es ging ja nicht anders.
Aber mit 14 Standorten in sieben Ländern ergibt regionale Spezialisierung mehr Sinn.
Die neue Strategie: Nur noch 2 bis 3 Standorte bedienen einen Markt.
Das Bündelungsproblem:
Kunden bestellen typischerweise mehrere Artikel gleichzeitig. Nicht jeder Artikel ist an jedem Standort verfügbar.
Das führt zu einem logistischen Dilemma: 🟢 Entweder werden Artikel zwischen Standorten hin- und hergeschickt 🟢 Oder der Kunde erhält mehrere kleine Pakete
Beide Varianten sind ineffizient.
✅ Die Lösung: Je weniger Standorte, desto wahrscheinlicher befinden sich alle bestellten Artikel bereits am selben Ort.
Ein Netzwerk mit weniger Standorten ist – bei sonst gleichen Bedingungen – immer schneller und effizienter. Die gezielte Neuausrichtung des Zalando-Logistiknetzwerks spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie die Effizienz steigert und die strategische Distribution optimal an die Marktanforderungen anpasst.
Der About-You-Faktor
Die Schließung fällt nicht zufällig in die Phase nach der About-You-Übernahme.
Der Zusammenschluss war von Anfang an mit klaren Synergiezielen verbunden:
✅ 100 Millionen Euro Einsparungspotenzial auf den operativen Gewinn. Ein Großteil davon aus der Logistik.
Interessanterweise bringt About You einen Standort mit: Altenkunstadt, betrieben von Hermes.
Der entscheidende Unterschied: Altenkunstadt ist ein stärker automatisierter Standort. Er passt damit besser in das Zielnetzwerk als das manuelle Erfurt.
Die Plattform-Transformation
Die tiefere strategische Motivation geht über Logistik-Effizienz hinaus.
Zalando agiert als reiner Online-Händler und betreibt keine physischen Filialen in Erfurt. Kunden können weiterhin alle Produkte bequem im Online-Shop oder über die Zalando-App bestellen.
Zalando will sich vom reinen Online-Händler zum Anbieter einer technischen Plattform wandeln.
About You bringt mit Scayle eine Software-Plattform ein, die über 200 Online-Shops in Europa und Nordamerika technisch betreibt.
Diese Software ergänzt Zalandos eigenes B2B-Angebot Zeos.
Die Kombination schafft erstmals ein komplettes Ökosystem: 🟢 Shop-Software (Scayle) 🟢 Zahlungsabwicklung 🟢 Logistik und Versand (Zeos)
Das B2B-Segment entwickelte sich bereits im ersten Quartal 2025 zum Wachstumstreiber: 11,6 Prozent Umsatzplus bei stabilen Gewinnmargen.
✅ In dieser Logik ist ein Logistikzentrum nicht mehr nur Kostenstelle. Es ist potenzieller Umsatzträger – wenn es die richtige Architektur hat.
Erfurt mit seinem manuellen Design passte nicht in dieses Bild.
Warum keine Modernisierung?
Eine naheliegende Frage: Warum Erfurt nicht einfach automatisieren statt schließen?
Die Antwort liegt in der Wirtschaftlichkeit.
Der Standort ist 14 Jahre alt. Er wurde für manuelle Prozesse konzipiert. Eine komplette technische Nachrüstung hätte erhebliche Investitionen erfordert.
Alternativ zu einer Nachrüstung gibt es heute zahlreiche Automatisierungslösungen, die speziell auf die Optimierung und Effizienzsteigerung von Lagerprozessen ausgerichtet sind. Solche Lösungen können wirtschaftlicher sein, wenn sie von Beginn an in neue Standorte integriert werden, während eine nachträgliche Implementierung in bestehende, manuell ausgelegte Lager oft unverhältnismäßig teuer und wenig skalierbar ist.
In einem Moment, in dem das Gesamtnetzwerk ohnehin zu groß ist.
✅ Die Rechnung geht nicht auf: Hohe Investitionskosten für einen Standort, dessen Kapazität im konsolidierten Netzwerk gar nicht mehr benötigt wird.
Ein oft übersehener Faktor: Obwohl Ostdeutschland teils niedrigere Lohnkosten hat, werden diese Vorteile durch höhere Logistikkosten aufgezehrt. Längere Wege zu den westeuropäischen Wachstumsmärkten kosten mehr als das gesparte Gehalt.
Der Blick nach vorn: Robotik als nächste Stufe
Im Oktober 2025 gab Zalando bekannt, dass es das Robotik-Unternehmen Nomagic für die Automatisierung seiner Logistikzentren ausgewählt hat.
Die KI-gestützten Roboter übernehmen: 🟢 Kommissionieren auf Artikelebene 🟢 Scannen 🟢 Zuführen zu automatisierten Pocket Sortern
Die Zahlen zum Nomagic-Rollout:
Zeitraum
Status
Pilotprojekt
10.000 Picks pro Tag (Durchschnitt)
2025
Mindestens 9 Roboter im Einsatz
2026
Zweistellige Roboter-Anzahl geplant
Zalando hat im Rahmen der Series-B-Finanzierungsrunde (44 Millionen USD) eine Minderheitsbeteiligung an Nomagic erworben.
Die Einführung der Nomagic-Technologie und die Skalierung der Automatisierung werden maßgeblich vom Zalando-Team sowie von Führungskräften wie Co Chef David Schröder und Pressesprecher Christian Schmidt verantwortet, die in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat die Kommunikation und Umsetzung der Strategie begleiten.
Marcus Daute, Vice President Logistics Network bei Zalando:
„Bei Zalando entwickeln und testen wir kontinuierlich die Automatisierung von Arbeitsprozessen in der Logistik.”
Die menschliche Dimension
Zwischen all den Kennzahlen stehen 2.700 Menschen. Deren Arbeitsplätze fallen weg. Zalando plant, die betroffenen Mitarbeitenden zu unterstützen, indem ihnen Jobs an anderen Standorten, wie zum Beispiel in Gießen, angeboten werden. Das Team und die enge Zusammenarbeit spielen eine zentrale Rolle dabei, die Herausforderungen der Schließung gemeinsam zu bewältigen und Perspektiven für die Mitarbeitenden zu schaffen.
Boris Radke, ehemaliger Zalando-Mitarbeiter:
„Ich bin seit fast 10 Jahren nicht mehr bei Zalando. Und trotzdem bin ich heute unfassbar traurig. Warum ausgerechnet dieses Herzstück?”
Fine Menz, die nach ihrem Studium in Erfurt ihre ersten Schritte in der Personalarbeit machte:
„Die Menschen, die dort bis heute arbeiten, sind außergewöhnlich gut. Liebe Recruiter:innen, liebe Unternehmen – schaut genau hin. Hier stehen gerade unglaublich starke Profile auf dem Markt.”
6 Erkenntnisse für die Branche
1️⃣ Brownfield verliert gegen Greenfield Das Thema Automatisierung und die steigende Nachfrage nach effizienten Lösungen prägen die aktuellen Entwicklungen in der Logistikbranche. Ein manuelles Lager lässt sich punktuell automatisieren. Doch ein von Grund auf für Automatisierung konzipierter Standort erreicht bei gleicher Fläche eine fundamental andere Effizienz. Die Differenz von 1.000 Mitarbeitern bei identischen 130.000 Quadratmetern ist der Beweis. Wichtige Fragen für die Branche sind: Welche Lösungen sichern die Zukunft manueller Lager, und wie kann man den wachsenden Anforderungen und der Nachfrage nach flexiblen Automatisierungslösungen begegnen? Mit der Schließung des Logistikzentrums in Erfurt sind keine speziellen lokalen Aktionen oder Events für Kunden zu erwarten.
2️⃣ Geografie folgt dem Wachstum Logistiknetzwerke werden entlang von Wachstumsmärkten optimiert. Nicht entlang historischer Standortentscheidungen.
3️⃣ Weniger Standorte bedeutet schnellere Lieferung Ein kleineres Netzwerk kann effizienter sein als ein großes. Weniger Standorte bedeuten weniger interne Transfers, bessere Artikelbündelung und höhere Auslastung pro Standort.
4️⃣ Fusionen erzwingen Netzwerk-Entscheidungen Zwei überlappende Netzwerke mit zusammen über 17 Standorten waren nicht haltbar. Die 100-Millionen-Euro-Synergieziele erfordern harte Einschnitte.
5️⃣ Logistik wird zum Plattform-Geschäft Zalando denkt Logistikzentren nicht mehr nur als Kostenstelle. Sondern als Infrastruktur für ein B2B-Ökosystem. Das erfordert Flexibilität und Automatisierung, die ein 14 Jahre altes manuelles Lager nicht bieten kann.
6️⃣ Robotik beschleunigt den Wandel 10.000 Picks pro Tag und Roboter. Bei steigender Produktvielfalt und Lernfähigkeit der Systeme. Das verschiebt die Wirtschaftlichkeitsrechnung weiter zugunsten automatisierter Standorte.
Die unbequeme Frage
Die Schließung von Erfurt ist keine isolierte Entscheidung. Sie ist ein Signal für die gesamte Branche und unterstreicht die Bedeutung dieses Themas für die deutsche Logistiklandschaft.
Was bedeutet das für andere manuelle Lager in Deutschland? Gerade für deutsche Modehändler und Logistikstandorte wirft diese Entwicklung viele Fragen auf.
Die Antwort liegt in den Zahlen: Wer heute in klassische Fachbodenregal-Strukturen mit überwiegend manueller Kommissionierung investiert, baut für eine Welt, die es in zehn Jahren so nicht mehr geben wird.
Erfurt war lange „Deutschlands größter Kleiderschrank”.
Jetzt wird er geschlossen.
Nicht weil er schlecht war. Sondern weil die Architektur der Zukunft eine andere ist.
👉 Wie siehst Du die Entwicklung? Wird manuelle Logistik in Deutschland überleben können? Oder ist das der Anfang vom Ende für klassische Lagerstrukturen? Wenn Du Fragen zum Thema Lagerautomatisierung oder zur Zukunft manueller Lager in der deutschen Logistik hast, melde Dich gerne bei uns.
Quellen: Ferag AG (August 2020), Nomagic/Zalando Pressemitteilung (Oktober 2024), FAZ-Interview mit Zalando (Maximilian Sachse), Analyse Konrad Wolfenstein, LinkedIn-Statements Boris Radke und Fine Menz, Zalando Unternehmensmitteilungen zur About-You-Integration.